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Syrienkrise: Flüchtlinge leben unter extremen Verhältnissen
Naher Osten, November 2012
“Es ist ein langsamer Tod für die Flüchtlinge hier im Ausland”, schreibt der Leiter des örtlichen Partners von Helping Hands e.V. im Nahen Osten. “Viele sagen: Es ist besser, wenn wir nach Syrien zurückkehren, dort gibt es wenigstens einen schnellen Tod für uns!”
Seit Beginn der Syrienkrise im März 2011 sind Hunderttausende innerhalb des Landes und in die benachbarten Länder geflohen. Die Flüchtlingslager in Jordanien, dem Libanon und der Türkei quellen über—und jetzt stehen die Wintermonate vor der Tür, in denen es trotz Mittelmeerklima oft empfindlich kalt wird. Andere Flüchtlinge leben auf der Straße in den Städten oder mieten "Behausungen", oft nur verlassene Läden ohne ein ordentliches Dach oder sanitäre Einrichtungen. “Ein Haus, das wir besuchten, war nur eine Ladenfront mit Rollladen davor”, berichtet der örtliche Partner. “In dem Laden wurden vorher Hühner verkauft. Keine Möbel—nur ein paar Matratzen auf dem Boden—und in den Fenstern kein Glas. Und dieses Haus war das beste, das wir gesehen haben! Die Väter sammeln wiederverwertbaren Müll und verdienen sich damit ein wenig Geld. Aber für Essen und Miete reicht das nicht—vor allem, da die Hausbesitzer ständig die Miete erhöhen. 'Wir sterben hier einen langsamen Tod', sagen uns die Flüchtlinge. Die meisten sind stark traumatisiert; viele haben Angehörige verloren. Auf der Straße werden ihnen wüste Schimpfwörter nachgerufen.”
Und doch sind sie dankbar, dass sie dem Terror in Syrien entronnen sind. Viele andere harren noch in ihrem Heimatland aus und hoffen. Doch worauf? Die Bomben zerstören Häuser, machen einen regelmäßigen Arbeitsalltag schier unmöglich, verhindern gar den Kauf von Lebensmitteln. Gefangen zwischen den Fronten von Hass und Rache fragen die Menschen sich verzweifelt, wie es weitergehen soll.
Doch auch in diesem Dunkel gibt es Hoffnung. Eine kleine Gruppe von christlichen Schulen und Gemeinden versuchen, den Leidenden zu helfen—mit Lebensmitteln, Kleidern, Decken, Matratzen und Heizmitteln. Dabei haben unsere örtlichen Partner selbst nicht viel. Sie gehören zum ärmeren Teil der Gesellschaft; viele von ihnen sind selbst Flüchtlinge, aus dem Irak und anderen Unruheherden im Nahen Osten.
Vielleicht gerade deshalb ist es ihnen nicht egal, wenn andere leiden. Inzwischen sind die Schulen zu Zufluchtsstätten geworden. In Jordanien und dem Libanon und auch in der syrischen Hauptstadt haben sie jungen Menschen die Tür geöffnet, damit sie weiter lernen können. Die Gemeinden tragen zusammen, was sie können, um Lebensmittel und andere Hilfsgüter weiterzugeben. Unsere Partner wissen, was sie tun, denn sie arbeiten seit mehr als acht Jahrzehnten vor Ort.
Aber wie viel mehr können sie tun, wenn andere ihnen eine helfende Hand reichen! Leider können wir keine Hilfsgüter in den Nahen Osten schicken; der Transport wäre zu teuer und zeitaufwendig. Aber finanzielle Mittel können schnell transferiert werden. Helfen Sie mit, um Kindern und Eltern, Jungen und Alten eine helfende Hand zu reichen und Menschen Hilfe für heute, Mut für morgen und neue Hoffnung für die Zukunft zu vermitteln. Überweisungen bitte mit Vermerk "Syrien Nothilfe" auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, KTO 22394, BLZ 507 500 94 (bitte geben Sie immer die vollständige Adresse an, damit Sie am Jahresende eine Spendenquittung erhalten können). Oder spenden Sie bequem online über das Online-Formular—bitte wählen Sie unter "Meine Spende soll folgendem Projekt zugute kommen" die Option "Syrien Flüchtlinge Nothilfe (2012)".